Obwohl der Himmel über Gosheim alles andere als fasnetstauglich war, ließen sich die Narren der Gosheimer Narrenzunft die Laune nicht verderben. Der traditionelle Hemdglonker-Umzug bewies einmal mehr, dass echte Fasnet im Herzen (und in der Kehle) stattfindet – und nicht im Wetterbericht.
Der frühe Vogel trägt ein Nachthemd
Pünktlich um sieben Uhr morgens startete das Spektakel. Der Treffpunkt beim Janni im Bärenpub war gut gefüllt mit weiß gekleideten Gestalten, die sich für den langen Tag stärkten. Von dort aus zog der weiße Tross los, um den Ort lautstark aus dem Schlaf zu rütteln.
Ein Marathon der Gastfreundschaft
Trotz widriger Wetterbedingungen war die Beteiligung riesig. Der Umzug steuerte zahlreiche Anlaufstellen an, an denen die Hemdglonker herzlich empfangen wurden:
- KFZ-Werkstatt Zisterer beim Zäbi: Ein technischer Boxenstopp der närrischen Art.
- Pfarrhaus: Hier gab es den Segen (und vermutlich auch eine Stärkung) für den weiteren Weg.
- Maler Albrecht: Ein großes Dankeschön an Dani und Seba für die Bewirtung.
- Rathaus & Kreissparkasse: Die klassischen Machtzentren wurden fest in Narrenhand genommen.
Ein besonderes Highlight war die Befreiung der Schüler und Kindergartenkinder. Es gibt wohl kaum ein schöneres Geräusch als jubelnde Kinder, die in die närrische Freiheit entlassen werden. Nach der Befreiung versammelten sich alle am großen Treffpunkt an der Kreissparkasse.
Hexensuppe und Tradition am Nachmittag
Zur Mittagszeit zog es die Narrenschar in die Brühlstraße. Im Altersheim wartete bereits die legendäre Super Hexensuppe, die genau das Richtige war, um die nasskalten Glieder wieder aufzuwärmen.
Frisch gestärkt wurde nach dem Mittagessen die Fasnet angesäht. Auch am Nachmittag riss die Gastfreundschaft nicht ab. Der Weg führte die Narren zu weiteren tollen Stationen:
- Hartwigs Bäckerei Weber: Wo es traditionell lecker zuging.
- Tagespflege im Hildegard und Katharina Hermle Haus: Ein schönes Miteinander der Generationen.
- Milchbar beim Klaus und Thomas: Ein Muss für den geselligen Ausklang.
Fazit: Trotz schlechtem Wetter war die Stimmung einfach klasse. Wir sind laut, bunt und verdammt gut gelaunt durch den Ort gezogen. Ein herzliches Dankeschön an alle Gastgeber – das war ein Klasse Schmotziger Donnerstag!
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